Gesundheitspolitisches Seminar in Rissen

In der Zeit vom 31. Oktober bis zum 2. November 2008 besuchten mehrere Mitglieder des Bürgervereins Süderelbe ein gesundheitspolitisches Seminar der Zentralausschusses Hamburgischer Bürgervereine  im Haus Rissen.

Mit Vertretern verschiedener Akteure des Gesundheitswesens wurde über die Entwicklung des medizinischen Fortschritts und deren Finanzierbarkeit diskutiert.

Kompetente Fachleute aus der Medizin (Dr. Klaus Schäfer, Vizepräsident der Hamburger Ärztekammer, Professor Dr..med. Volker Fintelmann vom Vorstand der Carl Gustav Carus Akademie und Professor Dr. Thomas Weber,  der Chefarzt der Neurologischen Klinik des Marienkrankenhauses ) referierten über die Stellung des Hausarztes in der medizinischen Versorgung, über ganzheitliche medizinische Konzepte als Ergänzung zur Schulmedizin und über die Notwendigkeit von Vorsorgemaßnahmen am Beispiel des Schlaganfalles.

Wie die soziale Stellung eines Menschen seine Gesundheit beeinflusst, wurde von Dr. Nico Dragano anhand der Forschungsergebnisse aus dem Institut für Medizinische Soziologie der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf dargestellt, und Cornelia Wolf , die Leiterin der Asklepios-Forschungsabteilung sprach über den langen Weg bei der Erforschung neuer Medikamente. Über die Erfassung von Gesundheitsdaten in der Bevölkerung und deren Verwendung als Forschungsgrundlage und für politische Maßnahmen in der Gesundheitspolitik berichtete Uwe Saier von der Fachabteilung Gesundheitsberichterstattung in der Sozialbehörde.

Senator Dietrich Wersich, der Präses der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (CDU) und die Bürgerschaftsmitglieder Linda Heitmann von der GAL und Kersten Artus, DIE LINKE, diskutierten mit den Seminarteilnehmern über die Zukunft des Hamburger Gesundheitssystems.

Für alle Teilnehmer aus dem Bürgerverein Süderelbe war es ein äußerst interessantes Seminar, das lehrreiche Einblicke in unser Gesundheitswesen vermittelte und ein wenig Licht in die Problematik der Gesundheitspolitik warf.